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![]() Die Geschichte von Fischer Brot beginnt im Jahr 1958 in Oberösterreich, als Wilhelm und Hildegard Fischer das Unternehmen in Linz, mit damals einem Lehrling, gründen.
Heute, nach beinahe 50 Jahren, ist die Bäckerei nach wie vor zu 100 % im Besitz der Familie Fischer und beschäftigt ca. 400 Mitarbeiter in Linz, Pichling und Wien.
Und so wie damals produzieren wir auch heute unsere Brot und Gebäck mit großer Sorgfalt und viel Engagement. Auf modernsten Anlagen und nach traditionellen Herstellungsmethoden backen wir in den drei Fischer Brot Betrieben Linz Nebingerstraße, Linz-Pichling und Markgrafneusiedl täglich frisches Brot und Gebäck.
1932. Es war eine schwierige Zeit, in die Wilhelm Fischer am 4. März 1932 in Niedereschach im Schwarzwald (Deutschland) hineingeboren wurde. Die wirtschaftlichen Krisen der zwanziger Jahre und die gesellschaftlichen Umschichtungen trafen auch den Bauernhof seiner Eltern stark. Der Vater hatte die Familie nach wenigen Jahren verlassen und sein Glück anderswo gesucht. Als drittes von vier Kindern musste auch Wilhelm bald in der Landwirtschaft mithelfen. Bald erkannte er aber, dass er als Drittgeborener nicht auf die Übernahme des Bauernhofes hoffen durfte. Mit 14 Jahren traf Wilhelm daher jene Entscheidung, die sein gesamtes Leben prägen sollte. Er begann als Lehrling in einem kleinen Bäckereibetrieb. Sein Mut, eingefahrene Wege zu verlassen, zeigte sich schon in diesen Jahren. Nach Beendigung der Lehrzeit zog er nach Stuttgart, um zusätzliche Erfahrungen zu sammeln. Nach seinen Gesellenjahren kehrte er noch einmal in seinen Heimatort Niedereschach zurück. Dort fand er nach einiger Zeit auch sein privates Glück und heiratete mit 24 Jahren seine Frau Hildegard. Wilhelm Fischer war Realist. Er wusste, dass die magere Aussteuer seiner Mutter die junge Familie nicht lange ernähren konnte.
So brach er erneut auf und ging zu seinem Vater, der sich mittlerweile in Oberösterreich niedergelassen hatte und ein Gasthaus in Linz bewirtschaftete. Wilhelm Fischer half im Gasthaus mit, doch schon bald wechselte er in seinen angestammten Beruf und begann in der Bäckerei Brandl zu arbeiten. Neben dieser Arbeit lernte er für die Meisterprüfung, die er erfolgreich abschloss. 1958. Als die Bäckerei Hasenrader in der Kapuzinerstraße in Linz einen Nachfolger suchte, erkannte der Bäckermeister seine Chance: Die Übernahme der kleinen Bäckerei auf Leibrente im Jahre 1958 sollte zum Grundstein einer Erfolgsgeschichte werden. Dem Kleinunternehmen mit anfänglich 944,- EURO Monatsumsatz wurde es im alten Betriebsgebäude bald zu klein und so wurde eine ehemalige Weinkellerei in der Nachbarschaft für die Zwecke der Bäckerei adaptiert. Schon hier kam neben vielen modernen Bäckereimaschinen auch die erste vollautomatische Semmelanlage Oberösterreichs zum Einsatz. Eine weitsichtige Entscheidung, die sich äußerst positiv auf die Entwicklung des Unternehmens auswirken sollte. Als in den 60-er Jahren die ersten großen Kaufhäuser und Supermärkte ihren Lebensmittellieferanten große Mengen abverlangten, war im Brotbereich lediglich das Unternehmen Fischer dafür gerüstet. 1979. Das Platzproblem der Firma war nur mehr durch einen Neubau zu lösen. In der Nebingerstraße, damals auf "der grünen Wiese", entstand ein 3.000 m² großer Betrieb. Aus der Kleinbäckerei Fischer war ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern geworden, auf dessen Thron der "Semmelkaiser" von Oberösterreich regierte. Doch viele andere Brotsorten und eine intensive Kundenbetreuung machten Fischer Brot zum gerngesehenen Partner im Lebensmittelhandel. "Produktivität mit Qualität" war das Credo von Wilhelm Fischer. 1992. Fischer Brot expandiert erneut, die so genannte "Köttsdorferhalle" kommt zum Betrieb. Damit war ein langgehegter Wunsch des Firmengründers in Erfüllung gegangen. Doch lange konnte er sich nicht daran erfreuen: Wilhelm Fischer starb kurz nach seinem 60. Geburtstag. Nun waren seine Söhne Alfred, Hubert und Roland gefordert, den auf inzwischen 130 Mitarbeiter angewachsenen Betrieb mit ebenso großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein zu führen. Die vom Vater geerbte Innovationsfreude der Söhne prägte die weiteren Jahre von Fischer Brot. 2002. Das Familienunternehmen expandiert weiter. Über € 13 Mio. werden in eine neue Backwarenproduktion in Pichling bei Linz investiert. Der Backbetrieb in Pichling ist mit modernsten Anlagen und sämtlichen dem Stand der Technik entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet. Durch die Optimierung der Backprozesse und -abläufe wird Frischbrot- und Gebäck - unter Einhaltung strengster Hygienestandards - von höchster Qualität hergestellt. Am Standort Linz Nebingerstraße, wo nach wie vor Brot, Gebäck und Feinbackwaren erzeugt werden, wurden ebenfalls über € 2 Mio. in die Modernisierung gesteckt.
2003. Fischer Brot eröffnet eine neue, hochmoderne Produktionsanlage in Pichling. Auch der Standort Nebingerstraße wird modernisiert. 2007. Mit der Inbetriebnahme des dritten Backbetriebes nordöstlich von Wien wird ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte gesetzt. Nach nur 6-monatiger Bauzeit verlassen bereits Anfang Jänner die ersten frischen Kaisersemmeln die Backöfen. Der neue Backbetrieb macht es möglich, unseren Kunden im Osten Österreichs noch frischere Ware liefern zu können. Die Söhne bleiben dem Werk des Vaters treu und behalten die Qualität, aber auch die Tradition, immer im Auge. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern tun sie alles, um die Anforderungen der Konsumenten voll und ganz erfüllen zu können.
2010 wurde Herr DI Stefan Huemer zum Geschäftsführer für Produktion und Technik ernannt. Die anderen Führungsfunktionen bleiben in Familienhand. Fischer Brot erhält dadurch erstmals einen Geschäftsführer, der nicht aus der Eigentümerfamilie stammt. |
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