Ein Leben für die Kunst

27. April bis 20. Mai 2007 jeden Samstag von 10 - 16 Uhr

 

Josef Stöckler, der unermüdliche Künstler, ließ sich selbst durch Krankheit nicht in seinem Schaffen hindern. 1925 geboren, lebte er zunächst in Erla bei St. Valentin, Perg und Micheldorf. 1937 zog er nach Kirchdorf und besuchte die dortige Hauptschule. Dort lernte er seinen späteren Professor, Roland Traunmüller, kennen. 

 

Als Folge einer schweren Gehirnhautentzündung wurde aus dem lebhaften Jungen ein stiller, verschlossener Mensch. Man attestierte dem jungen Mann bereits taubstumm zu sein. Seine ältere Schwester jedoch erkannte sein zeichnerisches Talent. Sie verorgte den Bruder stets mit Malutensilien und dieser verbrachte jede freie Minute mit Zeichnen und Studieren. 

 

In weiterer Folge wurde Stöckler durch den Rechtsanwalt Dr. Spängler gefördert. In dessen Druckerei war er bis zu seiner Pensionierung, zuerst als Kanzleigehilfe, später dann als Buchhalter beschäftigt. Das Umfeld ermöglichte ihm, sich seiner stillen Passion hinzugeben. Unermüdlich widmete sich Stöckler der Kunst. Beschäftigte er sich anfänglich mit Grafik, kristallisierte sich später seine wahre Neigung zur Öl- und Aquarellmalerei heraus.

 

Bis 1995 wurden seine Bilder in mehr als 70 Ausstellungen gezeigt. Durch die rege Ausstellungstätigkeit lernte er viele Künstlerkollegen kennen, die ihn aus seineer Abgeschiedenheit herausreissen konnten. In der aktuellen Ausstellung werden Stöcklers Aquarelle aus der Region Phyrn - Eisenwurzen gezeigt.

 

Die Ausstellung wird durch den früheren Kirchdorfer Kulturstadtrat, Direktor Karlheinz Zeleny, eröffnet. Dieser begleitete Josef Stöckler Schaffen über viele Jahre.

Die Ausstellung ist bis 20. Mai 2007 zu besichtigen. Geöffnet ist sie jeden Samstag von 10 - 16 Uhr. Sondertermine gerne auf Anfrage: Johann Hoffelner, 0699/147 649 19, E-Mail: johann.hoffelner@gmx.at